Donnerstag, 15. September 2016

Stabilität und Leichtigkeit: meine erste Yogastunde

Heute habe ich meine erste Yogastunde gegeben... Also, meine erste öffentliche, an der nicht nur meine Freunde und Familie teil genommen haben. Ich habe einen Morgenkurs von meiner wunderbaren Yogalehrerin übernehmen dürfen, deswegen haben wir uns diese erste Stunde nach den Ferien geteilt. Sie hat begonnen mit dem Fokus auf die Stabilität und ich habe mit Leichtigkeit weiter geführt. Irgendwie ein passendes Thema für eine erste Stunde!






Der Kurs ist ein laaaaangsamer Hatha-Yogakurs mit einigen älteren Damen als Teilnehmer. Der Stundeninhalt ist also sehr reduziert - wobei Franziska eh einen sehr minimalistischen Yoga mit ganz viel Spüren und Ruhe praktiziert. 

Unter diesen Vorzeichen habe ich also die unterstütze Schulterbrücke als Leichtigkeitsübung gewählt. Die Schulterbrücke öffnet die Lenden- und die Brustwirbelsäule und dehnt die ganze Vorderseite des Körpers. Diese Öffnung nach vorn und oben kann noch unterstütz werden, in dem die Hände seitlich ausgestreckt werden und so eine empfangende Geste einnehmen. Dabei wachsen die Arme wie von selbst aus den Schultergelenken. Durch die Unterstützung am Kreuzbein mit einem Block, einem Kissen oder einer zusammen grollte Decke gewinnt die Übung ungemein an Leichtigkeit und lässt sich lange halten. Sie wird so schon fast so einer Yin-Yoga-Übung. Der Fokus ist auf dem Kreuzbein, das auf dem Block aufliegt. Der Druckpunkt ist klar zu spüren und gibt so einen Impuls auf dieses wichtige Gelenk, dass nicht nur die Kraft im Körper nach oben und unten überträgt sondern als zentraler Bereich des Beckengürtels auch eine Verbindung zu den Seiten hat. Dieser Ausgleich zwischen Stabilität/ Festigkeit und der gleichzeitigen Flexibilität macht das Kreuzbein zu einem wichtigen Punkt im Körper. 

Um noch mehr Leichtigkeit zu spüren, konnten die Teilnehmerinnen dann noch die Füße nach oben strecken - in eine unterstützte Kerze. DieBine wachsen dabei aus den Hüften heraus und durch die Freigabe der Beine können diese wie von selbst die Bewegung ausführen. 

Nach den Ausgleichsübungen und einer fingerleichten Partnermassage, haben wir in der Endenspannung über die Worte Saadis: "Alles ist schwierig, bevor es leicht wird." meditiert. Wie wahr. 

Dienstag, 13. September 2016

Meditationskissen to-go: DIY Häkeln mit T-Shirt-Garn °°Yoga°°

Was lange währt, wird endlich... ein Meditationskissen! 




Ende letzten Jahres habe ich angefangen, mit T-Shirt-Garn zu häkeln. Da saß ich in meinem kleinen Pop-Up-Lädele und wusste noch nicht, was da so wird aus der Häkelei. Jetzt habe ich es endlich geschafft und bin jetzt glückliche Besitzerin eines Meditationskissens in Kleinformat. Ein Kissen zum Mitnehmen. Ein Meditationskissen to-go halt.

Die äußere Hülle ist gehäkelt, innen gibt es einen Sack aus Baumwolle, der die Füllung aus Dinkelspelzen hält. 

Verlinkt bei #EiNaB (ist ja Upcycling...) und beim Creadienstag....

Dienstag, 6. September 2016

Gib mir Stoff und kein Plastik: DIY-Vorratsbeutel statt Plastikdose ***nachhaltig leben***




Um trockene Lebensmittel gut und sicher zu lagern (so wie meine Ernte an Salbeiblättern oben im Bild), hat es sich bewährt, auf Stoffbeutel zurück zu greifen. Ich möchte nämlich kein Plastik mehr in meiner Küche und überhaupt auch nicht mehr in meinem Haushalt haben (eigentlich war der Post auch schon für den Plastic Free July geplant, aber wie das so ist - es kommt immer was dazwischen...). Deswegen habe ich mir aus einem Rest Baumwollstoff einige Vorratsbeutel genäht, die ich auch zum Einkaufen benutze, wenn ich Nüsse, Reis oder ähnliches verpackungsfrei einkaufen möchte.

Das geht ganz einfach:


Grünlesen: Barfuß in Manhattan - oder wie ich müllfrei lebte und mir dennoch den Ar*** abwischen konnte [Buchempfehlung]

Collin Beavan ist ein typisch amerikanischer Yuppi. Und dennoch hat er es geschafft, ein Jahr lang müll- und emissionsfrei mitten in Manhattan zu leben. Warum er das gemacht hat, wie er es anging und was er alles dabei lernte, hat er in seinem Buch "Barfuß in Manhattan" aufgeschrieben.





Ich habe dieses Buch verschlungen - auch wenn Beavan mir an manchen Stellen zu schulmeisterlich schreibt. An anderen kommt er mir dagegen wahrlich naiv vor. Allermeistens aber finde ich ihn höchst menschlich und es rührt mich, wenn er zum Beispiel davon berichtet, dass er auf einmal so viel mehr Zeit für seine kleine Tochter hat. 

Ich spreche heute aus 2 Gründen über dieses Buch:

1.) haben Apfelmädchen und sadfsh einen "Bücherklub" gegründet, in denen Bücher zum Thema Nachhaltigkeit und Minimalismus gemeinsam (also gleichzeitig, jeder für sich) gelesen werden und alle können im passwortgeschützten Bereich der Seite über das jeweilige Buch diskutieren. Das finde ich grandios, bei mir stapeln sich gerade eine Menge Bücher und ich freue mich auf Austausch. Fernsehfreier Winter, ich komme :-)

2.) hat dieses Buch mich tatsächlich dazu gebracht, meine Toilettengewohnheiten nochmal zu überdenken. Collin Beavan kommt immer wieder darauf zurück, dass er oft gefragt wurde, wie er das denn mit dem Toilettenpapier gemacht habe, wenn er zero waste gelebt hat! Um es vorweg zu nehmen: er verrät nicht, was er tut, um sich den Allerwertesten ab zu wischen. Aber ich verrate es heute: ich habe mich an einen Post von Maria erinnert, in dem sie beschreibt, dass sie statt WC-Papier kleine Läppchen hat, die sie nach der Benutzung auswäscht. Ich habe mich also entschieden - inspiriert von Maria und Collin Beavan - das auch mal aus zu probieren und habe mir aus einem alten Handtuch kleine Lappen genäht, die ich statt herkömmlichen WC-Papiers nutze. Eine Einschränkung habe ich (ich glaube, genau wie Du, Maria?): ich nutze die Lappen lediglich für´s kleine Geschäft. Beim Großen greife ich auf Recycling-WC-Papier zurück. Soviel Müll darf´s dann doch sein. 

Das mit den Lappen funktioniert einwandfrei. Da ich mir eh nach dem Toilettengang die Hände wasche, wasche ich den Lappen gleich mit und hänge ihn dann so auf, dass niemand aus Versehen danach greifen kann. Und ich kann Dich beruhigen: die riechen nicht und ich habe mir noch keinerlei Krankheiten zugezogen (und ich mache das jetzt schon eine ganze Weile so!). Weiße Wäsche wasche ich immer mal wieder sehr heiß aus, da kommen die Lappen dann mit in die Waschmaschine. 

Für mich die perfekte Art, Müll zu sparen und die Umwelt zu schonen. WC-Papier kommt ja nicht nur so gut wie IMMER in Plastikverpackung daher. Es werden auch Ressourcen verbraucht dafür, dass ich das Papier nur ein Mal kurz nutze (Cellulose aus Bäumen, Prozesse zur Wiederaufbereitung,...).

Samstag, 3. September 2016

Minimalismus im Kleiderschrank {Minimalistisch leben}

"Ich hab ja gar nichts, was ich anziehen kann!" oder: "Ich brauche dringen mal wieder ein neues Shirt, morgen geh ich shoppen." - Sätze, die jede(r) schon mal gehört oder gar gesagt hat. Du kennst vielleicht auch das Gefühl, den Kleiderschrank zu öffnen und den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen? Sprich, soviel Klamotten zu haben, dass Du gar nicht mehr weißt, was Du alles noch hast?

Ich kann mich noch dunkel an diese Zeiten erinnern: Zeiten, in denen ich dachte, ich müsste endlich mal wieder shoppen gehen, weil ich dies oder das "brauchte", Zeiten, in denen ich mich morgens 5x umentschieden habe, was ich trage, Zeiten, in denen ich eine Menge Geld für einen Haufen Textilien ausgegeben habe. 


Minimalismus im Kleiderschrank - weniger ist alles

Durch den Papatän hat sich da einiges geändert: der Mann hat einen ganz eigenen Stil: Jeans und T-Shirt oder Pulli. Er sieht immer sehr ähnlich (aber immer gut) aus und kann morgens blind in den Schrank greifen - es passt immer. Vielleicht ist da noch ein geringer Unterschied zwischen Männern und Frauen, mich hat diese Einfachheit aber immer fasziniert. Bis mir das Buch von Pia in die Hand fiel: "Minimalismus trifft Kleidung". Sie propagiert genau das: finde Deinen echten, authentischen Stil und lebe mit einem Kleiderschrank voller Lieblingsstücke. 




Da ich mich gerade in einer Phase meines Lebens befinde, in der sich einiges verändert, konnte ich ihren Empfehlungen nicht ganz folgen: ich merke zum Beispiel, dass die Farben, die ich bis jetzt getragen habe (vorrangig blau und Blautöne) nicht mehr so ganz zu mir passen. Deswegen und weil ich bereits kräftig ausgemistet hatte, konnte ich Pia´s 4-Wochen-Plan nicht so durchziehen, wie es im Buch geschrieben steht.

Was mir aber geblieben ist und was ich versuche, zu verinnerlichen:


Montag, 15. August 2016

Pommes in der Dose - was schenk´ ich zur Geburt ***nachhaltig leben***

Ich freu mich jedes Mal über alle Maßen, wenn ein Kind geboren wird. Kinder sind etwas Wunderbares, Einzigartiges und ich möchte nicht mehr ohne den Minimonsieur sein. In meinem Umkreis sind gerade einige Kinder geboren und jedes Mal wieder beschäftigt mich die Frage: wie kann ich meiner Freude über dieses kleine Menschlein Ausdruck verleihen, wie kann ich aber auch den Eltern eine Freude machen? Stichworte:  die 12te Babyrassel, noch ein Body oder vielleicht schon Sandspielzeug? Ich möchte eigentlich keine Dinge mehr schenken, vor allem, weil ich der Meinung bin, dass die meisten Eltern (zumindest in meinem Umkreis) genug für ihre Kinder haben. Also gebe ich entweder meine Erfahrung weiter (sofern sie benötigt wird) oder meine Zeit oder - so wie bei der Geburt der kleinen Greta - etwas ganz Besonderes: Friedenswein. 



Was das ist und wie es dazu kam? Hier weiterlesen:


Freitag, 22. Juli 2016

Energiekugeln - Verwertung der Zucchinischwemme aus dem Solarofen ***nachhaltig leben***

Zucchinischwemme! Ich habe zwei Pflanzen im Garten und es gibt jetzt also wieder Zucchini in jeder Form bei uns: als Puffer, gefüllt, zu Pasta, als Antipasti,...

Außerdem probiere ich ein bißchen in meinem Solarofen rum:

  • letztes Jahr habe ich bereits Zucchiniwürfel getrocknet, die gab´s dann im Winter als Risotto. War lecker, aber nicht umwerfend.
  • zusammen mit Möhren, Knobi, etwas Olivenöl, Brennessel und Zwiebel habe ich einen Auftsrich gemacht. Auch lecker, habe leider etwas viel Knobi genommen.
  • meine neuste Idee: getrocknete Zucchini als Zutat in Energiekugeln zu verwenden.


Gemüse in einer Süßigkeit??

Zucchini sind ja ziemlich geschmacksneutral, deswegen fand ich die Idee eigentlich ganz naheliegend. Außerdem gibt es ja auch Kuchen mit Kürbis, Zucchini oder Möhren. Ich habe also eine Frucht zusammen mit 3 Äpfeln, die noch vom letzten Herbst übrig waren und deswegen schon sehr reif, gewürfelt (Kantenlänge etwa 1,5-2cm) und im Solarofen einen Nachmittag lang getrocknet. Allerdings nur so lange, bis die Würfel beim Draufdrücken noch etwas nachgegeben haben. Es war also noch nicht alle Flüssigkeit entwichen. Leider habe ich vergessen, ein paar Stücke auf zu bewahren und sie über den Winter zu lagern, um zu sehen, ob das gut ginge ohne Schimmel. Aber da ich so begeistert bin von der Idee und dem Endergebnis, werde ich das bestimmt noch mal machen und dann denke ich dran. 

Die Apfel-Zucchinimischung habe ich dann als Grundlage für Energiekugeln genutzt. Das sind kleine Pralinen, allerdings ohne zusätzlichen Zucker und mit Zutaten, die schnell Energie schenken und deswegen der ideale Zwischendrin-Snack sind. Die Idee dazu gab´s bei Lisa und Michael vom Experiment Selbstversorgung....




Ich habe genommen: