Zucchini-Brownies

Draußen ist es nasskalt und grau... Die Erkältungswelle schwappt durch den Bekanntenkreis und keine Wetterbesserung in Sicht. Genau der richtige Zeitpunkt, die eingefrorenen und eingemachten Schätze des Sommers aus zu graben und täglich eine Portion Sommerglück und Wärme zu mir zu nehmen!

Im Solarofen habe ich letzten Sommer verschiedenen Früchte getrocknet, die jetzt das Frühstücksporridge toppen oder Energie zwischendurch geben: leckere Erdbeerscheiben, saftige Feigen und süße Mirabellen. Die haben aufbewahrt in selbstgenähten Stoffbeuteln nur darauf gewartet, mich genau jetzt auf zu tanken.

Aber nicht nur Obst ist mit der Kraft der Sonne haltbar gemacht worden, nach dem Urlaub hatte ich drei riiiiesengroße Zucchini im Garten, die verwertet werden wollten. Neben dem fantastischen Zucchini-Matjes habe ich probeweise einfach Zucchinifleisch gewürfelt und direkt in Gläser eingeweckt (genau so, wie ich das mit den Äpfeln auch gemacht habe). 



Eines der Gläser habe ich jetzt mal geöffnet: der Geruch war schon mal ansprechend (etwas süßlich) und auch geschmacklich hat mich das ganze eher an ein etwas deftigeres Birnenmus erinnert. Das hat mich auf die Idee gebracht, die Zucchini für einen saftigen Brownieteig zu verwenden (eine süße Verwendung von Zucchini hatte ich ja schon mal mit den Energiekugeln verbloggt, da habe ich allerdings getrocknete Zucchini verwendet) Entstanden sind:

oberleckere Schokobrownies mit Klitsch



Ich mag das, wenn der Brownie beim Aufschneiden fast noch ein bißchen verläuft und der Teig noch so klebrig ist, dass ich mir nach dem Genuss noch die Finger abschlecken darf.... HMMMMMM!

Um es vorweg zu nehmen: die Zucchini schmeckt man als herzhafte Zutat NULL raus. Der Papatän und auch der Minimonseur habend den Kuchen verputzt, ohne dass es ihnen in den Sinn gekommen wäre, dass da Gemüse drin ist. Und die Herstellung der Zucchini-Brownies war auch puppenleicht!






Zucchini-Brownies

375g Mehl (hatte Weizenmehl Type 1050)
80g entöltes Kakaopulver
1/4 TL Natron
125g Rohrohrzucker (oder Kokosblütenzucker)

vermischen.

250g püriertes und eingekochtes Zucchinifleisch
280ml Milch (oder Pflanzenmilch)
200g geschmolzene Butter (oder Margarine)

dazugeben und zu einem ziemlich klebrigen Teig verarbeiten.

Ich habe noch ein bißchen Sechs-Gewürze-Pulver dazu gegeben, Vanille oder Zimt allein sind bestimmt auch fein.

Wer mag, gibt noch eine Handvoll Walnusskerne in den Teig, dann gibt´s einen leckeren Crunch. Den Teig in eine Brownie- oder flache Auflaufform geben, glatt streichen und bei 175° Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen. Bei der Stäbchenprobe darf ruhig noch ein kleines Bißchen Teig kleben bleiben :-)

Wir hatten noch Erdbeerpüree eingefroren vorrätig, das haben wir sanft erwärmt und als Soßenspiegel dazu gegeben: lecker!

Der Zucchini-Brownie ist

  • sehr schokoladig
  • nicht so supersüß
  • ein kleines bißchen klitschig
  • auch vegan zuzubereiten
  • viel zu schnell alle


Ich finde, es lohnt sich, mit Gemüse auch in süßen Gerichten zu experimentieren - wir machen häufig am Wochenende Kürbiswaffeln oder auch mal einen Pumkin-Pie. Zucchini eignet sich aber ebenso als relativ geschmacksneutrale Zutat und lässt sich auch ohne Solarofen sicherlich gut einwecken. 

So sieht ein ungeöffnetes Glas mit eingemachter Zucchini übrigens aus... Eins habe ich noch, mal sehen, was daraus entsteht!















Verlinkt bei #EiNaB: die Blogparade steht diesen Monat unter dem Motto "Zahnpasta", das passt doch! Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen....


Kommentare

  1. Hallo Anne!

    Ich habe zuletzt mit Kürbis experimentiert und auch einige sehr leckere Sachen zubereitet wie z.B. Kürbismuffins und Kürbisspätzle. Könnte ich mir für den Zucchini auch gut vorstellen.

    Leider komme ich in letzter Zeit so wenig zum Schreiben, sonst hätte ich meine letzten Rezeptideen auch schon vorgestellt.

    Dein Brownierezept klingt jedenfalls sehr lecker und würde Herrn Widerstand sicher auch sehr gut schmecken!

    Danke fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

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