Heute koche ich: Radieschenquark [mit selbstgemachtem Quark und Resteverwertung]

Manchmal esse ich gern Quark. Leider gibt es den ausschließlich in Plastik verpackt und dann sind´s immer so große Portionen, dass irgendwie immer was übrig bleibt (bleibt´s ja nicht, aber trotzdem entstehen immer Reste, die ich dann anderweitig verwerte(n muss)...). Und den Papatän gelüstet es manchmal Sonntags morgens spontan nach Quark mit Erdbeermarmelade...

Also mache ich Quark jetzt selber. Gleich vorweg: nein, das Ergebnis schmeckt nicht wie gekaufter Quark. Klar: er ist ganz anders hergestellt - ohne Lab und Bakterien. Aber: die Konsistenz ist gleich und auch der grundsätzliche Geschmack sehr ähnlich.




Und für mich der große Vorteil: ich brauche nur 2 Zutaten, die ich eh immer im Haus habe (und die es ohne Plastikverpackung zu kaufen gibt) und 20 Minuten Zeit. Ich liebe es einfach.

Und wie geht das jetzt?





Nimm frische Vollmilch und gib den Saft einer Zitrone dazu. Ich rühre das immer in einem Krug an, damit ich das Ganze dann gut umschütten kann. Sobald Du den Saft in die Milch gegossen hast, gerinnt das Milcheiweis - aber keine Angst, sie wird nicht sauer! Ich lasse die Mischung jetzt ein paar Minuten stehen und rühre immer mal wieder um. Dann gieße ich sie in einen vorbereiteten Kaffeefilter, der auf einem großen Glas steht. Darin setzt sich nun die Molke ab und das, was im Kaffeefilter übrig bleibt, ist der Quark (-ersatz). Der lässt sich problemlos aus dem Filter heraus stürzen in ein Schälchen. Fertig.


Der fast fertige "Quark" ist schon gut daran zu erkenne, dass er etwas einreißt und sich die Molke abgesetzt hat.


Aus 500ml Milch ergeben sich etwa 150g Quark - ich weiß, das ist nicht so viel, aber für uns reicht`s. Dafür brauchst Du den Saft einer Zitrone.

Ich finde auch nicht, dass der Quark jetzt zu zitronig schmeckt, ich würze ihn ja eh noch.

Und zwar richte ich den Quark heute zu Bauernpfanne an als Radieschenquark! Radieschen gibt´s jetzt im Garten. Ich bin dazu übergegangen, die ganze Pflanze zu verwenden - also nicht nur die Radieschenwurzel sondern auch das Grün. Irgendwo hatte ich mal das Rezept einer berühmten Köchin für Radieschenblättersuppe gelesen und bin da auf die Idee gekommen, die Blätter nicht immer weg zu schmeißen. Und da sie aus dem Garten ja unbehandelt sind, lohnt es sich doppelt.

Ich schnippele also die Radieschen ganz klein (geht bestimmt auch mit einer Reibe) und die Blätter ebenso. Dann mische ich alles unter den Quark, schmecke mit ein bißchen Salz und Pfeffer ab. Die Blätter geben dem ganzen eine tolle, frische Note. Sie schmecken ähnlich wie die Radieschen, nur milder.

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Kommentare

  1. Hallo Anne!

    Sieht sehr lecker aus, Dein Radieschenquark. Wie schön, dass Du mit dem tollen und sehr einfachen Quarkrezept bei EiNaB mit dabei bist.

    lg
    Maria

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