Kleidertauschparty: ein Nachmittag mit Freundinnen und neuen Klamotten ***nachhaltig leben***

"Die Farbe steht Dir aber ausgezeichnet!", "Waaaas, das willst Du weggeben? Das sieht doch aus wie neu!" oder: "Das hab ich vom Flohmarkt in St. Francisco, aber es passt mir inzwischen nicht mehr.". 


Das "Nachher-Bild" - so sah es am Ende unseres Nachmittags aus

Freundliche Sätze wabern durch den Raum, zwischen drin immer wieder Freudenrufe: so ging es gestern zu bei unserer Kleidertauschparty. 9 Mädels mit eigentlich ganz unterschiedlichen Stilen und doch gehen am Abend alle mit vielen neuen Teilen nach Haus. Denn das macht (unter anderem) den Reiz eines solchen Tausches aus. Hast Du schon mal eine Kleidertauschparty veranstaltet oder besucht? Wenn nein, empfehle ich Dir sehr, es mal zu versuchen: mal abgesehen, dass Dein Kleiderschrank danach bestimmt nicht mehr aussieht wie vorher, macht es auch einfach Spaß. Und ich versichere Dir, Du wirst das ein oder andere Teil anprobieren, was Du sonst immer hättest an der Stange hängen lassen. Und Du wirst überrascht sein, wie gut es Dir steht. 

Wie geht das denn jetzt - eine Kleidertauschparty?




  • verabrede Dich mit ein paar anderen Frauen (nach meiner Erfahrung reichen 5-10)
  • es brauchen nicht alle den gleichen Stil oder die gleiche Größe haben (letzteres vielleicht so ungefähr, aber von 36-42 war bei uns alles dabei)
  • jede bringt Kleidung, Schuhe, Accessoires mit, die sie aussortiert hat
  • die Kleidung sollte in Ordnung sein, also keine Flecken oder Risse haben (wenn mal ein Knopf ab ist, dann ist das vielleicht  nicht so schlimm, der lässt sich ja wieder dran nähen, aber Flecke von Babykotze oder Spinat möchtest Du auch nicht auf einem neuen/alten Teil haben, oder?)
  • wir legen vorher fest, dass diejenige, die ein Teil haben will, vorher noch mal in die Runde fragt, ob es eine andere auch haben will. Und es haut tatsächlich immer hin: selbst wenn zwei das gleiche Teil wollen, einigen wir uns immer. Meist geht das mit den Satz: "Ehrlich, Dir steht es einfach viel besser, nimm Du es." Die Atmosphäre ist immer wertschätzend und hat keinerlei Gemeinsamkeit mit einer Wühltischaktion!
  • legt die Klamotten thematisch zusammen (Oberteile kurz und lang, Pullis, Hosen, Kleider, Röcke, usw.)
  • tauscht, was das Zeug hält
  • erzählt Euch die Geschichten zu den jeweiligen Stücken, das macht einen großen Reiz aus! Wenn ich ein Teil auftrage, was eine andere vielleicht im Urlaub gekauft hat oder weiß, wie es zu waschen ist, weil da ein Leinenanteil drin ist, entsteht eine Wertschätzung, die ein x-beliebiges Teil übersteigt. 
  • alles, was übrig bleibt, könnt Ihr spenden oder wieder mit nach Hause nehmen und beim nächsten Mal an die Frau bringen
Ich freu mich jedenfalls heute über einige tolle neue Oberteile in Farben, die ich mir so nie ausgesucht hätte!  Tatsächlich hatte ich gerade meinen Kleiderschrank ausgemistet - inspiriert von Pia und ihr Buch "Minimalismus trifft Kleidung". Dazu blogge ich demnächst, denn das Buch hat einiges bei mir in Gang gesetzt!

Ich bin übrigens kein so großer Fan von öffentlichen Kleidertauschpartys, im kleinen, privaten Rahmen macht es mir wesentlich mehr Spaß, es ist achtsamer und wertschätzender und die Geschichten hinter den Klamotten krieg ich hier auch viel eher mit.



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